Samstag, 3. November 2007

03.11.2007

0 : 0
Frankfurt

Überlegene Bayern straucheln

München - Chancen in Hülle und Fülle, aber nur ein Punkt:


Franck Ribery (l.) setzte sich gegen Junichi Inamoto (l.) und Patrick Ochs durch
Vorschau Franck Ribery (l.) setzte sich gegen Junichi Inamoto (l.) und Patrick Ochs durch
Bayern München hat am zwölften Spieltag der Bundesliga völlig überraschend einen Dämpfer hinnehmen müssen.
Die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld konnte ihre deutliche Überlegenheit gegen Eintracht Frankfurt nicht nutzen und kam nicht über ein 0:0 hinaus.
Für die Münchner war es das zweite torlose Unentschieden in Folge, sie konnten sich aber immerhin damit trösten, die Tabellenführung behalten zu haben.
Teilerfolg für Frankfurt
Frankfurt konnte sich nach dem Aus im DFB-Pokal am Mittwoch bei Borussia Dortmund zumindest über einen Teilerfolg freuen, bleibt aber in der Fremde ohne Sieg.
Sport1-Quiz
Welcher Verein ist der Rekord-Aufsteiger in die Bundesliga?
1. FC Nürnberg
VfL Bochum
Arminia Bielefeld
Fünf Tage vor dem zweiten UEFA-Cup-Gruppenspiel am Donnerstag gegen die Bolton Wanderers hatten die Bayern ihren Gegner über die volle Distanz im Griff und mehrere hundertprozentige Chancen - doch den Ball brachte die mit den wieder genesenen Stammspielern Oliver Kahn und Franck Ribery angetretene Elf nicht im gegenerischen Tor unter.
Frankfurt verdiente sich den Punkt vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena mit einer konzentrierten Defensivleistung.
Pröll krank
Eintracht-Coach Friedhelm Funkel musste sechs Profis ersetzen, darunter den grippekranken Keeper Markus Pröll, Abwehrchef Sotirios Kyrgiakos (Gelbsperre) und den verletzten Albert Streit.

Mit Aaron Galindo und Chris standen zwei von drei Verteidigern zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf, für Chris war es sogar der erste Einsatz seit über sechs Monaten.
Schlechte Chancenauswertung
Entsprechend holprig gestaltete sich aus Sicht der Hessen der Start der Partie.
Schon nach zwölf Sekunden musste Pröll-Ersatz Oka Nikolov erstmals Kopf und Kragen riskieren, als er Tonis Schuss aus sieben Metern glänzend abwehrte.
Die Bayern ließen die Gäste in der Folge überhaupt nicht zur Entfaltung kommen, versäumten es jedoch, eine ihrer zahlreichen Chancen zu nutzen.
Frankfurt mit Abwehrbollwerk
Mit zunehmender Spieldauer fand sich immerhin die Defensive der Hessen.
Die Hausherren hatten jetzt größere Mühe, zum Abschluss zu kommen.
Vier Minuten vor der Pause hatte Luca Toni Pech, als Nikolov seinen Kopfball an die Latte lenkte.
Sport1-Thema
Bundesliga-Top-Transfers 2007 (Zugänge)
Platz 10
Jan Simunek (Wolfsburg)
Ablöse: 5 Mio. Euro
Letzter Verein: Sparta Prag
Nach der anschließenden Ecke von Ribery köpfte Lucio, doch Patrick Ochs rettete auf der Linie.
Nikolov stark
Vier Minuten nach dem Seitenwechsel hatte Miroslav Klose den starken Nikolov per Kopf schon überwunden, doch Galindo köpfte den Ball aus der Gefahrenzone.
Kurz darauf verfehlte Riberys Schuss aus 25 Metern das Eintracht-Tor um Zentimeter.
Toni versuchte es in der 72. Minute per Kopf, zielte aber vorbei. Nur 60 Sekunden später rettete Nikolov gegen Klose.
Ribery uneffektiv
Die Bayern hatten ihre besten Spieler in Kapitän Lucio, dem Kahn die Binde noch einmal für eine Begegnung überlassen hatte, und dem manchmal zu uneffektiven Ribery.
Bei der Eintracht gefiel neben Nikolov auch Marco Russ.

Freitag, 2. November 2007

Sonntag, 28. Oktober 2007

AKTUELL | SPIELBERICHT zurück
Siegesserie gerissen
Bayern erkämpfen Remis in Dortmund



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28.10.2007
Der FC Bayern hat die große Chance verpasst, den Vorsprung an der Tabellenspitze weiter auszubauen. Am 11. Spieltag kam die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld bei Borussia Dortmund nicht über ein torloses Remis hinaus und blieb damit erstmals in dieser Saison ohne Torerfolg. Im zeitgleichen Spiel konnte der Hamburger SV durch einen 1:0-Erfolg in Duisburg den Rückstand auf nur noch vier Zähler verkürzen.

80.708 Zuschauer im ausverkauften Dortmund Westfalenstadion sahen eine kampfbetonte Partie, in der beide Teams ihre Chancen zum Sieg hatten. Die Bayern hatten im ersten Abschnitt gleich zwei Mal Pech mit Lattenschüssen, in Hälfte zwei stand dem BVB einmal nur Aluminium im Weg.

Sosa erstmals von Beginn an

Weiterhin ohne Franck Ribery, aber wieder mit Luca Toni und Martin Demichelis konnten die Bayern bei der Borussia antreten. Beide fehlten am Donnerstag in Belgrad krankheitsbedingt. Gegenüber dem 3:2 in der serbischen Hauptstadt nahm Hitzfeld eine weitere Änderung vor. José Sosa kam im Westfalenstadion nach längerer Verletzungspause zu seinem ersten Pflichtspiel für den FCB von Beginn an. Dafür mussten Halili Altintop, Lukas Podolski und Philipp Lahm zunächst auf der Bank Platz nehmen.

In einer kampfbetonten ersten Hälfte schenkten sich beide Seiten von Anpfiff weg nichts. Verbissen geführte Zweikämpfe prägten das Bild, spielerische Highlights oder gefährliche Torraumszenen waren bis zur Pause eher Mangelware. Der BVB brachte im gesamten ersten Abschnitt nur zwei Torschüsse zustande. In der vier Minuten scheiterte Mladen Petric mit einem 18-Meter-Schuss an FCB-Schlussmann Michael Rensing, nach 17 Minuten verfehlte er das Ziel deutlich.

Bayerns doppelter Lattentreffer

Die Bayern hatten ihren ersten Torschuss durch Luca Toni, der in der zehnten Minute mit dem Rücken zum Tor den Ball mit der Brust annahm, sein Drehschuss ging dann aber deutlich drüber. Zehn Minuten später versuchte es Bastian Schweinsteiger aus halblinks mit einem Freistoß aufs kurze Ecke, aber Roman Weidenfeller war rechtzeitig zur Stelle.

Gegen Ende der ersten Hälfte gelang es den Bayern dann immer besser, die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen und die Dortmunder mehr am eigenen Strafraum zu beschäftigen. Doppelpech hatten die Münchner in der 36. Minute, als zunächst Martin Demichelis mit einem 30-Meter-Kracher an der Querlatte scheiterte und dann Miroslav Klose den Nachschuss ebenfalls an das Dortmunder Torgehäuse nagelte.

Klose und Toni vergeben Führung

Zwei Minuten später dann eine umstrittene Szene. Miroslav Klose kam im Laufduell mit Dortmunds letztem Mann Philipp Degen zu Fall, Schiedsrichter Dr. Markus Merk ließ aber weiterspielen. „Ohne Frage hätte man da Rot geben können und Freistoß für Bayern München“, kommentierte FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der Halbzeitpause die Aktion des Schweizers am deutschen Nationalstürmer.

Die Bayern nahmen den Schwung der Schlussphase der ersten Hälfte mit in den zweiten Abschnitt und hatten gleich zwei, drei richtig gute Gelegenheiten, das 1:0 zu erzielen. Zunächst lief Klose bedrängt von zwei Leuten auf Weidenfeller zu, scheiterte aber am glänzend reagierenden Dortmunder Keeper (48.). Zwei Minuten später vergab Schweinsteiger aus aussichtsreicher Position. In der 56. Minute war es dann Luca Toni, der aus abseitsverdächtiger Position Weidenfeller nicht bezwingen konnte.

Auch Kringe trifft nur den Pfosten

Bis dahin war von den Dortmundern in der Offensive nichts zu sehen. Doch nachdem Petric in der 57. Minute freistehend aus 13 Metern vergab, hatten sie in der Folgezeit gleich noch mehrfach die Chance, in Führung zu gehen. In der 62. Minute vergab Jakub Blaszczykowski (62.) aus spitzem Winkel, dann scheiterte Delron Buckley aus ähnlicher Position an Rensing, den Abpraller setzte Florian Kringe an den Pfosten (64.). Und dann ließ Nelson Valdez eine erstklassige Gelegenheit verstreichen, als er aus 12 Metern frei zum Abschluss kam (67.).

Hitzfeld reagierte und brachte zunächst Altintop für Sosa (66.) und kurz darauf auch Lukas Podolski für Toni (70.). Für einen entscheidenden Schlussspurt reichten den Bayern nach der „Schlacht“ von Belgrad aber nicht mehr die Kräfte. In der 87. Minute gab es trotzdem noch mal eine heiße Szene im Fünfmeterraum des BVB, als nach einem Querpass von Lucio mehrere Spieler den Ball knapp verpassten, unter anderem auch Klose. So blieb es am Ende beim leistungsgerechten Remis.

Borussia Dortmund - FC Bayern 0:0
Borussia Dortmund: Weidenfeller - Degen, Brzenska, Kovac, Dede - Blaszczykowski (83. Klimovicz), Kringe, Tinga, Buckley - Valdez (79. Federico), Petric
FC Bayern: Rensing - Lell, Lucio, Demichelis, Jansen - Sosa (66. Altintop), Van Bommel (87. Ottl), Zé Roberto, Schweinsteiger - Klose, Toni (70. Podolski)
Ersatz: Dreher, Ottl, Lahm, Schlaudraff, Kroos
Schiedsrichter: Dr. Markus Merk (Kaiserslautern)
Zuschauer: 80.708 Zuschauer (ausverkauft)
Gelbe Karten: Tinga, Valdez, Klimowicz / Schweinsteiger
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Montag, 17. September 2007

Sonntag, 16. September 2007

AKTUELL SPIELBERICHT
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1:1 gegen Schalke
Bayern bleiben weiter ungeschlagen

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Die Trainer-Analyse
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15.09.2007
Der FC Bayern bleibt auch nach fünf Spieltagen in der Bundesliga unbesiegt und hat seine Spitzenposition in der Liga erfolgreich behauptet. Gegen den FC Schalke 04 holte der Rekordmeister am Samstag nach 0:1-Rückstand noch ein 1:1 (0:1)-Unentschieden, verpasste es aber, den Vorsprung auf den potenziellen Titelrivalen weiter zu vergrößern.Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena brachte Ivan Rakitic (36.) die in der ersten Halbzeit unterlegenen Schalker überraschend in Führung. Doch die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld zeigte große Moral und kam durch den vierten Saisontreffer von Miroslav Klose (54.) zum hoch verdienten Ausgleich. Es war zugleich das 100. Tor des FC Bayern in einem Bundesliga-Heimspiel gegen die „Königsblauen“.Weltmeister Toni zurückIm Vergleich zum letzten Spiel beim Hamburger SV stellte Hitzfeld seine Mannschaft auf zwei Positionen um. Für den verletzten Philipp Lahm kehrte Marcell Jansen auf die Position des Linksverteidigers zurück. Etwas überraschend verzichtete der „General“ dagegen auf den zuletzt starken Ex-Schalker Hamit Altintop, der für den wieder genesenen Luca Toni weichen musste.Der FCB war von Beginn an die Spiel bestimmende Mannschaft und drängte die Gäste in die Defensive. Franck Ribéry und Bastian Schweinsteiger kurbelten das Angriffsspiel aus dem Mittelfeld heraus an und versuchten immer wieder, die beiden Sturmspitzen Klose und Toni in Szene zu setzen. Der italienische Weltmeister, der nach überstandener Oberschenkelzerrung wieder ins Sturmzentrum rückte, stand in einer aus Bayern-Sicht stürmischen und temporeichen Anfangsphase gleich mehrfach im Mittelpunkt. FCB trifft das Tor nichtIn der 4. Minute strich sein Kopfball nach Maßflanke von Christian Lell knapp am rechten Torwinkel vorbei, kurz danach vergab er nach herrlichem Zuspiel von Ribéry freistehend vor Torwart Manuel Neuer (8.). In der 10. Minute fand ein Treffer wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung.Auch in der Folgezeit gaben die Gastgeber weiter den Ton an. In der 24. Minute vergab Lell nach herrlichem Doppelpass zwischen Ribéry und Toni in aussichtsreicher Position, wenig später wurde Klose (28.) nach feiner Einzelleistung im letzten Moment abgedrängt. Die beste Gelegenheit vergab erneut Toni (34.), als er nach Flanke von Van Bommel aus fünf Metern am Tor vorbeischoss.Rakitic stellt Spielverlauf auf den KopfVon den Gästen war in der ersten halben Stunde der Partie kaum etwas zu sehen. Die zaghaften Angriffsbemühungen beschränkten sich auf zwei Weitschüsse von Rafinha (11.) und Rakitic (26.), ansonsten waren die Offensivspieler der „Knappen“ bei den Münchner Abwehrspielern in guten Händen.Doch ab der 30. Minute schlichen sich im Spiel der Bayern zunehmend Nachlässigkeiten ein, die den Schalkern die eine oder andere Konterchance ermöglichten. So wie in der 36. Minute, als Rakitic nach einem unnötigen Ballverlust von Lucio an den Ball kam und diesen aus 25 Metern per Flachschuss zur überraschenden Führung im Tor versenkte.Klose trifft zum AusgleichKurz darauf war es Lövenkrands (42.), der einen neuerlichen Lucio-Fehler fast zum 2:0 genutzt hätte, doch Kahn parierte glänzend. So wie auch zwei Minuten später, als Schweinsteiger den Ball vertändelte, Kuranyi Rakitic in Szene setzte, dieser aber frei vor Kahn am dreimaligen Welttorhüter scheiterte.Ohne personelle Veränderungen nahmen beide Teams die zweite Halbzeit auf, in der der FCB nun vehement auf den Ausgleich drängte und bereits in der 54. Minute belohnt wurde. Nach Ecke von Ribéry konnte Neuer einen Toni-Kopfball gerade noch abwehren, doch Klose stand goldrichtig und köpfte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 ins Tor.Keine Treffer in der SchlussphaseDie Bayern blieben am Drücker und hatten nur neun Minuten später die nächste Chance, als nach Schweinsteiger-Flanke zunächst Klose und Toni den Ball verfehlten und anschließend Jansen von der Strafraumgrenze an Neuer scheiterte. Kurz darauf brachte Hitzfeld mit Altintop und Podolski für Schweinsteiger und Toni zwei frische Offensivkräfte.Schalke blieb bei seinen wenigen Vorstößen stets gefährlich, vor allem bei Standardsituationen. So strichen zwei weite Freistoßflanken von Pander (69./75.) jeweils nur knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite hatte Altintop Pech, als sein Schuss von der Strafraumgrenze ebenfalls nur um wenige Zentimeter das Ziel verfehlte (85.). Die letzte Chance des Spiels vergab Schalkes Kapitän, der an einer scharfen Linksflanke vorbeisegelte (89.). Am Ende blieb es beim 1:1.Für fcbayern.de in der Allianz Arena: Carsten Zimmermann FC Bayern - FC Schalke 04 1:1 (0:1)

FC Bayern:

Kahn - Lell, Lucio, Demichelis, Jansen - Schweinsteiger (67. Hamit Altintop), Van Bommel, Zé Roberto, Ribéry - Klose, Toni (74. Podolski)

Ersatz:

Rensing, Van Buyten, Ottl, Wagner

FC Schalke 04:

Neuer - Rafinha, Westermann, Bordon, Pander - Jones, Rakitic (83. Azaouagh), Ernst - Asamoah (71. Halil Altintop), Kuranyi, Lövenkrands (71. Özil)

Schiedsrichter:

Herbert Fandel (Kyllburg)

Zuschauer:

69.000 (ausverkauft)

Tore:

0:1 Rakitic (36.), 1:1 Klose (54.)

Freitag, 14. September 2007

Sonntag, 2. September 2007

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02. September 2007

Sport

Marcell Jansen. Quelle: ap
Marcell Jansen (rechts) lässt hier im Ligapokal-Halbfinale den Stuttgarter Roberto Hilbert stehen

HSV - FC Bayern

Marcell Jansen - ein Linksverteidiger mit Vorwärtsdrang

Für das Ex-Fohlen kommt
der HSV noch zu früh

von Katja Wölffing

Am Sonntag ist es wieder mal soweit: Hamburger SV gegen Bayern München - das lässt die Fußball-Herzen höher schlagen. Auch der neue Verteidiger des FC Bayern, Marcell Jansen, wird mitfiebern. Allerdings nur als Zuschauer. Denn nach seiner Verletzung ist er zum Schlager des 4. Spieltags noch nicht wieder fit.

Momentan dreht sich in München alles um Ribery, Toni und Klose - Marcell Jansen versteht das. "Als Kind hätte ich auch gern ein Autogramm von den dreien gewollt", sagt der neue Verteidiger des FC Bayern München. "Es sind eben die Offensiven, die im Blickpunkt stehen, das ist überall so."

Begehrt bei den Fans

Jansens Unterschriften sind aber genauso begehrt, wenn die Fans zu Tausenden das Trainingsgelände an der Säbener Straße belagern. "Leider kann man da nicht immer allen gerecht werden", sagt er und zieht bedauernd die Schultern hoch.

Die Münchner Fans haben im Gegensatz zu den Medien registriert, dass sich Jansen nahtlos eingefügt hat ins Kollektiv der Stars. Beim Liga-Auftakt-Sieg gegen Rostock fiel er als Spieler mit den meisten Ballkontakten auf und schoss genauso oft aufs Rostocker Tor wie der umjubelte Torschütze Luca Toni. Dann legte ihn ein Syndesmose-Einriss, den er sich im Training geholt hat, zwei Wochen lahm.

HSV kommt zu früh

Jetzt trainiert er wieder. "Es geht aufwärts, keine Frage, ich werde schon bald wieder spielen. Aber ich befürchte, noch nicht am Sonntag beim Hamburger SV. Das kommt wohl zu früh." Trotzdem ist er optimistisch: "Ich weiß, dass Ottmar Hitzfeld mich schätzt. Ich denke, wenn ich wieder 100 Prozent fit bin, dann werde ich auch spielen."


Der 4. Spieltag

Schalke 04 - Leverkusen 1:1 (1:0)

Werder Bremen - E. Frankfurt 2:1 (1:0)

Hertha BSC - Wolfsburg 2:1 (1:0)

Hannover 96 - VfL Bochum 3:2 (2:1)

Energie Cottbus - Nürnberg 1:1 (1:0)

Hansa Rostock - Dortmund 0:1 (0:0)

MSV Duisburg - Bielefeld 3:0 (0:0)

Hamburger SV - B. München So., 17.00

Karlsruher SC - VfB Stuttgart
17.00


Der Verteidiger, der 14 Jahre bei Borussia Mönchengladbach spielte (also zwei Drittel seines Lebens), verneigt sich vor seinem neuen Umfeld. "Es ist eine Ehre mit so großartigen Spielern wie Toni, Klose oder Ribery in einer Mannschaft zu sein", meint der erst 21-Jährige. Und wenn die dann auch noch so lustig seien wie der französische Spaßvogel Ribery, mache es doppelt Spaß.

Zitat

»Hier ist sich keiner zu schade, für den anderen zu rennen.«

Marcell Jansen

Ganz oben mitspielen

Außerdem schätzt er den Zusammenhalt im Bayern-Team: "Hier ist sich keiner zu schade, für den anderen zu rennen. Da will jeder jedes Spiel gewinnen. Klar, dass der FC Bayern auch nach Hamburg fährt, um drei Punkte zu holen." Trotz des dominanten Liga-Starts werden seine Bayern die Hamburger nicht unterschätzen: "Der HSV ist eine sehr offensivstarke Mannschaft mit einer kompakten Abwehr. Attribute also, die du brauchst, um in der Bundesliga ganz oben mitzuspielen." Das will Marcell Jansen auch.

Mannschaftsfoto des FC Bayern München. Quelle: dpa
dpa
Ein starkes Team: der FC Bayern München

"Nach München zu gehen war ein großer sportlicher Schritt mit einem Riesen-Lernfaktor für die Zukunft", sagt er. Das wertvollste Fohlen der jüngeren Gladbach-Geschichte sucht die Herausforderung. Und da fühlt er sich beim runderneuerten FC Bayern richtig aufgehoben.

Druck bringt weiter

Dem Erfolgs-und Konkurrenzdruck sieht Jansen selbstbewusst entgegen, auch dank seiner Erfahrungen in der Nationalmannschaft: "Ich bin ehrgeizig und lernwillig. Konkurrenz hat man überall, das ist das, was eine Mannschaft wie den FC Bayern nach vorne bringt. Aber das ist auch bei der Nationalmannschaft so, die Konkurrenz schläft eben nicht."

Zitat

»Nach vorne geht immer was.«

Marcell Jansen

Deshalb ist es für Jansen wichtig, sich in der Münchner Star-Ansammlung immer anzubieten. Da kommt ihm seine fußballerische Vielseitigkeit sicher zu Gute. Er selbst bezeichnet sich als Links-Verteidiger - aber er meint "nach vorne geht immer was" - das heißt, dass er mit seiner Lauf- und Zweikampfstärke auch im defensiven oder offensiven Mittelfeld spielen kann.

Zuletzt spielte die neue Nummer 23 der Bayern links auf Philipp Lahms Platz, der den am Knie verletzten Willy Sagnol auf rechts ersetzte. Der Linksfuß fühlt sich wohl so und fände es schön, wenn sich das Münchner Verteidiger-Paar auch in der Nationalmannschaft etablieren könnte, "ein Vorteil, wenn man sich aus dem Verein so gut kennt", sagt er.

International Erfahrung sammeln

Besonders freut er sich auf die europäische Fußball-Bühne: "Natürlich hätte ich lieber in der Champions League gespielt, aber UEFA-Cup ist für mich als ehemaligen Gladbacher schließlich auch was Neues." Jedes internationale Spiel bringe ihn weiter. Aber auch die zweite Pokal-Runde Ende Oktober gegen seine ehemaligen Kollegen wird ein Highlight für ihn . Seine Familie wird allerdings gespalten sein," aber da müssen wir durch, ich will das Pokalspiel gegen Gladbach gewinnen, auch wenn ich weiß, dass ich manchem weh tue."

Der Gladbacher Junge fühlt sich wohl in München, nicht nur fußballerisch. "Hier hat man viele Möglichkeiten, München ist eine tolle Stadt und das Umland bietet auch einiges." Viel gesehen hat er von seiner neuen Heimat allerdings noch nicht. Eine Fahrt zum Starnberger See und ein Ausflug an die Isar, mehr war zeitlich noch nicht drin.

Die Fans lauern überall

Privat mag er es gerne etwas ruhiger. Deshalb ist er in den Münchner Süden gezogen. Aber auch in Ottobrunn werden Marcell Jansens Autogramme begehrt sein.

Infobox

Marcell Jansen im Steckbrief

Position: Abwehr
Geburtsdatum: 04. 11. 1985 in Mönchengladbach
Familienstand: Ledig
Größe/Gewicht: 1,91 m/84 kg
Schulabschluss: Fachabitur
Hobbys: Dart, Poker, Computer, Spielkonsole
Motto: "Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten."
Frühere Clubs: SV Mönchengladbach 1910 (bis 1993), Borussia Mönchengladbach (1993-2007)
Wichtigste Erfolge: WM-Dritter 2006, DFB-Ligapokalsieger 2007
Vertrag beim FC Bayern vom 01.07.2007 bis 30.Juni 2011